Umziehen.net http://www.umziehen.net Informationen rund um den Umzug Sat, 21 Nov 2015 15:33:48 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.4.3 Die Gefahr aus der Wasserleitung http://www.umziehen.net/magazin/gefahr-aus-der-wasserleitung/ http://www.umziehen.net/magazin/gefahr-aus-der-wasserleitung/#respond Sat, 21 Nov 2015 15:33:48 +0000 http://www.umziehen.net/?p=788 Eine neue Wohnung, ein neues Haus – vielleicht sogar das erste Eigenheim. Wenn ein Umzug bevorsteht, erwartet uns Stress, der jedoch schnell durch das gute Gefühl im neuen Domizil wettgemacht wird. Damit man sich...

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Eine neue Wohnung, ein neues Haus – vielleicht sogar das erste Eigenheim. Wenn ein Umzug bevorsteht, erwartet uns Stress, der jedoch schnell durch das gute Gefühl im neuen Domizil wettgemacht wird.
Damit man sich im neuen Heim jedoch auch langfristig wohlfühlt, machen wir uns vorab über gewisse Dinge Gedanken: Strom, Heizung und die Energieversorgung im Allgemeinen sollten unseren Ansprüchen genügen. Doch über einen wichtigen Faktor machen wir uns sehr häufig erst viel später oder sogar gar keine Gedanken: die Trinkwasserversorgung.

Wenn das wichtigste Lebensmittel der Welt zur Gefahr wird

Das Wasser sprudelt aus dem Hahn – das ist zunächst die Grundvoraussetzung dafür, dass wir uns für eine Wohnung entscheiden. Denn die Versorgung mit Leitungswasser ist in der heutigen Zeit eine Selbstverständlichkeit. Dass das Wasser aus dem Hahn jedoch tatsächlich unbedenklich ist, ist jedoch nicht selbstverständlich – auch wenn wir uns aus Unwissenheit darauf verlassen.
Wasserglas wird am Wasserhahn gefüllt
Mit dem Gedanken „Dafür gibt es doch Gesetze!“ schließen wir die Überlegung ab. Tiefer gehend beschäftigen wir uns kaum mit dem Thema. Die Tatsache, dass die neue Wohnung oder das neue Haus mit Trinkwasser versorgt wird, reicht den meisten Menschen aus. Dass jedoch genau hier, im wichtigsten und für uns selbstverständlichen Lebensmittel, Gefahren für die eigene Gesundheit lauern, ist vielen gar nicht bewusst.

Trinkwasserleitungen schon bei der Immobilienbesichtigung Beachtung schenken

Kaum jemand fragt sich bei der Besichtigung der neuen Wohnung oder des neuen Hauses, welche Qualität die verbauten Trinkwasserleitungen aufweisen. Die Frage, ob beispielsweise Kupfer oder Bleirohre das Wasser in die Wohnung transportieren, steht ganz unten auf der Interessenliste von Wohnungssuchenden. Unwissentlich setzen sich die Menschen dann unter Umständen enormen Gefahren aus. Denn dass ihr Wasser auch wirklich unbedenklich ist und der durch die Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Qualität entspricht, ist nicht selbstverständlich.

Eigentümer in der Verantwortung

Der Hintergrund: Mieter und Vermieter sollten sich darüber klar sein, dass die Wasserversorger zwar absolut hochwertiges Trinkwasser liefern, diese Garantie jedoch an der Grundstücksgrenze endet. Sobald das Wasser an der Wasseruhr an die Haushalte übergeben wird, haftet allein der Eigentümer für die Qualität. Nun gehen viele Menschen davon aus, dass auf diesen wenigen Metern nicht mehr allzu viel mit dem Wasser geschehen kann oder „irgendwer“ die Qualität überwacht. Doch diese Annahmen sind leider falsch: Innerhalb der hausinternen Wasserinstallation finden Verunreinigungen statt, die nicht unterschätzt werden sollten.

Tipp:

• Fragen Sie Ihren Vermieter, ob und wann zuletzt ein Legionellen-Test durchgeführt wurde und bitten Sie gegebenenfalls um Einsicht in den entsprechenden Prüfbericht.
• Bringen Sie außerdem in Erfahrung, ob Ihr Leitungswasser in der letzten Zeit auf Verunreinigungen durch Schwermetalle (Blei, Kupfer, Nickel) analysiert wurde.

Liegen diese Analysen länger zurück oder wurden sogar gänzlich versäumt, verschaffen Sie sich durch einen Wassertest Gewissheit über die Qualität Ihres Wassers. Entsprechende Analyse-Sets sind hier erhältlich.

Omnipräsentes Problem: gefährliches Blei im Trinkwasser

Häufiges Problem sind beispielsweise Bleirohre. Seit einigen Jahren werden Bleirohre nicht mehr verbaut. Trotzdem finden sie sich in älteren Häusern noch sehr häufig. Beim Hauskauf oder dem Beginn eines Mietverhältnisses sollte daher dringend festgestellt werden, ob noch Bleirohre verbaut sind. Ist dem so, sollte über den zeitnahen Austausch der Leitungen nachgedacht werden. Bleirückstände im Wasser gefährden die Gesundheit enorm. Das Trinkwasser, das von den Wasserversorgern geliefert wird, überschreitet den geltenden Grenzwert für Blei im Trinkwasser nicht. Doch das ändert sich, sobald es durch die veralteten Bleileitungen fließt. Tatsächlich ist es höchst unwahrscheinlich, dass das Wasser, das durch Bleirohre zum Wasserhahn gelangt, am Ende die Grenzwerte einhält.

Neben giftigen Stoffen wie Blei sind auch Bakterien und Keime ein Faktor, der das Trinkwasser verunreinigen kann und die Gesundheit des Nutzers stark in Mitleidenschaft zieht. Auch hier haben Vermieter die Pflicht, für Unbedenklichkeit zu sorgen. Eigenheimbesitzer jedoch müssen sich selbst um die mikrobiologische Unbedenklichkeit kümmern.

Sind sich Mieter oder Eigentümer nicht sicher, ob noch alte Leitungen verbaut sind oder besteht der Verdacht auf eine Verunreinigung, bietet sich ein schnell durchzuführender Wassertest an, der das Wasser auf die wichtigsten Parameter analysiert und Hinweise auf mögliche Probleme gibt.

Wichtig zu wissen: Im Eigenheim haften Sie selbst!

Vor allem dann, wenn der Umzug ins neue Eigenheim ansteht, sollte die Trinkwasserqualität einen hochrangigen Platz in der Interessen-Liste einnehmen. Denn hier haften Eigentümer selbst für die Wasserqualität, sobald das Wasser der Stadtwerke die Grundstücksgrenze überschreitet.

Jede 6. Probe aus Privathaushalten verunreinigt!

Es ist vielen nicht bewusst, doch die Gefahr, die im Leitungswasser lauern kann, ist präsenter als allgemein angenommen wird. Dies unterstreicht eine 2015 durchgeführte Studie eines renommierten deutschen Instituts, im Zuge derer Trinkwasserproben aus 1500 Privathaushalten analysiert wurden. Dazu stand das Wasser auf dem Prüfstand, das schlussendlich tatsächlich beim Verbraucher aus dem Hahn kommt. Diese Proben wurden unter anderem auf wichtige Parameter wie Blei, Nickel oder Kupfer untersucht. Das Ergebnis ist alarmierend: Jede sechste Probe überschritt deutlich die geltende Grenzwerte der Trinkwasserverordnung. Dieses Leitungswasser ist somit eine definitive Gefahr für die Gesundheit des Verbrauchers. Klar ist also: Das streng von den Wasserversorgern kontrollierte Wasser kommt viel zu oft nicht in diesem Zustand in den Wohnungen an. Mehr zur Studie erfahren Sie hier.

Der Grund ist einfach: Die Qualitätssicherung wird innerhalb hausinterner Trinkwassersysteme nicht annähernd ausreichend durchgeführt. Beim Einzug in eine neue Wohnung oder ein neues Haus sollte daher auch dem Trinkwasserversorgungs-System Beachtung geschenkt werden. Neben der Frage, ob beispielsweise noch veraltete Bleirohre verbaut sind, sollte beispielsweise auch den Wasserhahn-Armaturen Beachtung geschenkt werden. Denn auch hier lauern Gefahren, etwa durch Nickellegierung.

Mieter haben Rechte, Eigentümer stehen in der Pflicht

Die Pflichten von Vermietern und Eigentümern sowie die Rechte von Mietern sind in der Trinkwasserverordnung klar deklariert. Wichtigste und grundlegende Aspekte sind beispielsweise:
• Eigentümer haften für die Reinheit des Wassers, das sie Dritten (etwa Mietern) zur Verfügung stellen.
• Eigentümer, die selbst im Eigenheim leben, haften selbst für die Wasserqualität.
• Mieter haben das Recht auf vollkommen unbedenkliches Trinkwasser. Dazu müssen vom Vermieter sämtliche notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um diese zu gewährleisten.

Trotz dieser klaren Regelungen herrscht hier jedoch noch Unwissenheit und eine daraus resultierende gewisse Unbekümmertheit, die schlussendlich zu enormen gesundheitlichen Folgen führen kann.

Vor allem Babys sind in Gefahr

Schwermetalle und giftige Stoffe im Trinkwasser können erhebliche Folgeschäden für die Gesundheit des Konsumenten bedeuten. Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet, denn ihr Stoffwechsel nimmt die toxischen Stoffe wesentlich direkter auf, als der Organismus eines Erwachsenen. So kann beispielsweise schon eine geringe Konzentration Blei, das über einen längeren Zeitraum aufgenommen wird, zu verminderter Intelligenz führen. Nitrat wiederum kann Blausucht auslösen.
Die gesundheitlichen Folgen können sehr facettenreich sein. Daher wird eine Erkrankung häufig erst spät oder gar nicht mit Verunreinigungen des Wassers in Verbindung gebracht. Die Langzeitfolgen sind dann meist kaum noch zu behandeln.

Alternative Wasserversorgung: Hausbrunnen

Bietet das neue Domizil die Möglichkeit, durch einen eigenen Trinkwasserbrunnen zum Wasser-Selbstversorger zu werden, sollte auch diesem Aspekt der Wasserhygiene ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt werden. Für das so gewonnene Wasser haften Eigentümer vollkommen allein. Das Wasser wird nicht, wie bei der Versorgung durch die Wasserwerke, vorab aufbereitet und in hoher Qualität bis an die Grundstücksgrenze geliefert. Das durch den eigenen Hausbrunnen gewonnene Wasser muss selbst kontrolliert und aufbereitet werden.

Versorgen sich Eigentümer ausschließlich selbst mit dem so gewonnenen Wasser, werden oftmals die Kontrollen enorm vernachlässigt und die Konsumenten großer Gefahr ausgesetzt. Denn hier besteht keine im Gesetz verankerte Nachweispflicht über die Qualität des Wassers. Daher sollten sich frischgebackene Eigenheimbesitzer zum einen schon beim Hauskauf von der regelmäßigen Wartung des Brunnens überzeugen und vor allem selbstständig und regelmäßig, ganz abgesehen von einer eventuellen rechtlichen Verpflichtung, Wasseranalysen durchführen lassen. Nur so können erhebliche Folgebeschwerden ausgeschlossen werden.
Werden Dritte, also etwa Mieter, mit dem Wasser versorgt, haben diese ein Recht darauf, unbedenkliches und den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung entsprechendes, Wasser zu erhalten. Hier sind Kontrollen schon durch die Regelungen der Trinkwasserverordnung unumgänglich.

Der eigene Hausbrunnen im neuen Heim bietet also eine verlockende Alternative zur Versorgung mit Trinkwasser durch die öffentlichen Wasserversorger. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Qualität des Wassers durchweg kontrolliert wird.

Sicher gehen und langfristig wohlfühlen im neuen Heim

Legionellen und andere gefährliche Bakterien sowie giftige Stoffe wie Blei, Nickel oder Kupfer können aus der Freude über ein neues Domizil schnell einen gesundheitlichen Albtraum machen. Daher sollte bei der Wahl des neuen Heims schon vorab auch die Trinkwasserversorgung beachtet werden. Herrscht Unsicherheit, bieten sich auch für Privatpersonen Wasseranalysen an, die Probleme aufzeigen.

Erhältlich sind diese beispielsweise über das Online-Unternehmen IVARIO. Diese Analysen bieten die Möglichkeit, schnell und unkompliziert über die Qualität des Trinkwassers im neuen Heim Klarheit zu bekommen. So können mögliche Gefahrenquellen schnell erkannt und behoben werden. Speziell auf die Bedürfnisse von Privatpersonen ausgerichtete Leitungswasser- oder auch Brunnenwassertests schaffen Gewissheit, so dass dem guten Gefühl im neuen Heim wirklich nichts mehr im Wege steht.

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Ist mein Umzug steuerlich absetzbar? http://www.umziehen.net/magazin/ist-mein-umzug-steuerlich-absetzbar/ http://www.umziehen.net/magazin/ist-mein-umzug-steuerlich-absetzbar/#respond Wed, 09 Sep 2015 14:30:56 +0000 http://www.umziehen.net/?p=740 Wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen können Sie in ihrer nächsten Steuererklärung einiges an Umzugskosten absetzen. Es ist dann beispielsweise möglich im Antrag auf Lohnsteuer-Jahresausgleich den Umzug als Werbungskosten geltend zu machen. Die wichtigsten...

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Wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen können Sie in ihrer nächsten Steuererklärung einiges an Umzugskosten absetzen. Es ist dann beispielsweise möglich im Antrag auf Lohnsteuer-Jahresausgleich den Umzug als Werbungskosten geltend zu machen. Die wichtigsten Tipps und Tricks haben unsere Experten für Sie in diesem Artikel gesammelt.

Daniel Brandhorst von der Zahlmann Klose Nolting Steuerberatungsgesellschaft:

daniel-brandhorst-zahlmann-steuerberater_klein_hochOb das Finanzamt Umzugskosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben anerkennt, hängt davon ab, ob der Wohnungswechsel privat oder aber durch die berufliche Tätigkeit veranlasst ist. Eine berufliche Veranlassung ist nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs gegeben, wenn sich die Fahrtzeit zur Arbeitsstätte für Hin- und Rückweg durch den Umzug um mindestens eine Stunde verkürzt.

Wenn aus beruflichen Gründen die Wohnung gewechselt wird, kann der Steuerzahler aus Vereinfachungskosten eine Pauschale für seine Umzugsauslagen geltend machen.  Der Pauschalbetrag beträgt ab dem 01.03.2015 1.460 € für Verheiratete und 730 € für Ledige. Er erhöht sich pro Kind um 322 €. Mit der Pauschale sind unter anderem der Anbau und Anschluss von Elektrogeräten, die Umschreibung des Personalausweises, die Anschaffung neuer Kfz-Kennzeichen und die Aufwendungen für Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung abgegolten. Der Betrag richtet sich nach dem  Bundesumzugskostengesetz und wird laufend an die steigenden Lebenshaltungskosten angepasst. Wenn die nachgewiesenen tatsächlichen Kosten höher sind, können diese angegeben werden.

Neben der Pauschale können auch tatsächliche Kosten erklärt werden. Hier wird das Finanzamt aber regelmäßig auf die Vorlage der entsprechenden Belege und Nachweise bestehen. Folgende Aufwendungen kommen in Betracht:

  1. Die Kosten für die Beförderung von Einrichtungsgegenständen. Ob dafür ein Spediteur beauftragt wird oder Freunden und Verwandten eine Entschädigung gezahlt wird, ist unerheblich.
  2. Die Fahrtkosten bei der Wohnungssuche und im Rahmen des Umzugs (0,30 € je gefahrenen Kilometer).
  3. Die Übernachtungsgelder sowie die Verpflegungskosten (aber jeweils für höchstens zwei Reisetage und zwei Aufenthaltstage).
  4. Die Maklergebühren für die Vermittlung der neuen Wohnung.
  5. Die Mietentschädigungen für die alte Wohnung bis zu dem Zeitpunkt, zu dem das Mietverhältnis frühestens gelöst werden kann.

Wenn der Arbeitgeber die Umzugskosten (ganz oder zum Teil) übernimmt, scheidet natürlich insoweit die Geltendmachung der Aufwendungen aus. Da die Erstattung von Umzugskosten nach dem Einkommensteuergesetz steuer- und sozialversicherungsfrei möglich ist, lohnt es sich im Unternehmen nach der Möglichkeit einer Kostenbeteiligung zu fragen.

Doch auch wer aus privaten Gründen umzieht, geht vielleicht nicht völlig leer aus: Wenn ein Umzugsunternehmen beauftragt wird, erstattet der Fiskus 20% der angefallenen Arbeitskosten, da es sich um eine sogenannte haushaltsnahe Dienstleistung handelt.  Voraussetzung ist allerdings, dass eine Rechnung vorliegt und die Zahlung nicht in bar erfolgt.

Roland Wons von der Connex Steuer- und Wirtschaftsberatung:

roland-wons-connexDie guten Nachricht zuerst, Umzugskosten können in der Steuererklärung geltend gemacht werden – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

So können Umzugskosten nur von denjenigen geltend gemacht werden, die die Umzugskosten bezahlt haben und auch selbst umgezogen sind. Das bedeutet, dass Dritte (z.B. Eltern, Großeltern), die die Umzugskosten bezahlen, jedoch nicht selbst umziehen, keine Umzugskosten in der Steuererklärung ansetzen können.

Zudem hat der steuerlich begünstigte Wohnungswechsel zwingend aus beruflichem oder geschäftlichem Anlass zu erfolgen. Nur so ist der Zusammenhang mit den Einkünften aus der Steuererklärung gegeben. Ein Wohnungswechsel ist beruflich veranlasst wenn:

  • durch ihn sich die Dauer der täglichen Hin- und Rückfahrt insgesamt wenigstens zeitweise um mindestens eine Stunde ermäßigt und eine Minderung der Entfernung zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte eintritt sowie die verbleibende Wegezeit im Berufsverkehr als normal angesehen werden kann. Es ist nicht erforderlich, dass der Wohnungswechsel mit einem Wohnortwechsel oder mit einem Arbeitsplatzwechsel verbunden ist,
  • er im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt wird, insbesondere beim Beziehen oder Räumen einer Dienstwohnung, die aus betrieblichen Gründen bestimmten Arbeitnehmern vorbehalten ist, um z. B. deren jederzeitige Einsatzmöglichkeit zu gewährleisten,
  • er aus Anlass der erstmaligen Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit, des Wechsels des Arbeitgebers oder im Zusammenhang mit einer Versetzung durchgeführt wird oder
  • der eigene Hausstand zur Beendigung einer doppelten Haushaltsführung an den Beschäftigungsort verlegt wird.

Private Motive für die Auswahl der neuen Wohnung sind grundsätzlich unbeachtlich. 

Welche Kosten können geltend gemacht werden?

Das Gute zuerst: Es gibt einen Pauschbetrag für sonstige Umzugskosten in Höhe von 1.460 € (Verheiratete) bzw. 730 € (Ledige), wenn keine höheren Kosten nachgewiesen werden. Zu den sonstigen Umzugskosten zählen:

  • Anbau und Anschluss von Elektrogeräten, Öfen etc.
  • Ab- und Aufbau von Antennen und Satellitenanlagen
  • außertarifliche Zuwendungen an das Umzugspersonal (Trinkgelder)
  • Umschreibung Personalausweis
  • Anschaffung Kfz-Kennzeichen
Thomas Haerle von der RTS Steuerberatungsgesellschaft KG:

thomas-haerle-rtsDie Frage, wann und welche Aufwendungen für einen Umzug steuerlich abzugsfähig sind, beschäftigen Arbeitnehmer im Alltag permanent. Sofern der Umzug beruflich veranlasst und nicht vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet worden ist, sind die damit in Zusammenhang stehenden Kosten grundsätzlich Werbungskosten für den umziehenden Arbeitnehmer.

Aufwendungen wie bspw. Reisekosten zur neuen Wohnung, Maklergebühren oder die Beauftragung eines Umzugsunternehmens können in voller Höhe als Werbungskosten geltend gemacht werden. Zu beachten ist allerdings, dass die Maklergebühr lediglich für die Vermittlung einer Mietwohnung berücksichtigungsfähig ist, nicht dagegen für die Vermittlung eines vom Arbeitnehmer erworbenen Einfamilienhauses oder einer Etagenwohnung. Hinsichtlich der Besichtigung einer Wohnung besteht ein Werbungskostenabzug für zwei Strecken (Hin- und Rückfahrt) einer Person oder einer Reise (Hinfahrt) von zwei Personen. Der Werbungskostenabzug beinhaltet dabei, neben den Fahrtkosten, auch Tage- sowie Übernachtungsgeld.

Beispiel: Max Mustermann zieht von A nach B. Dabei ist er mehr als

  • 8 Stunden unterwegs z.B. für die Besichtigung oder die Wohnungsübergabe. Er kann nun einen Verpflegungspauschbetrag von € 12,00 geltend machen.
  • 24 Stunden unterwegs: er kann nun einen Verpflegungspauschbetrag von € 24,00 geltend machen.

Für seine Fahrt von 100 km (Gesamtstrecke) kann er € 0,30 für jeden gefahrenen Kilometer absetzen.

Fallen im Zusammenhang mit dem Umzug selbst Reisekosten für den Arbeitnehmer an, gelten die Grundsätze der Reisekostenabrechnung entsprechend. Daraus resultiert, dass Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen (in Höhe der gesetzlichen Pauschalbeträge) sowie ggf. Übernachtungskosten als Werbungskosten in Abzug gebracht werden können.

Des Weiteren existieren Pauschalvergütungen für sonstige Umzugsauslagen. Diese bestehen z.B. aus den Aufwendungen für den Einbau von Küchen/Öfen oder Mietausfallentschädigungen. Der Pauschalbetrag für die sonstigen Umzugsauslagen beträgt ab dem 01.03.2015 1.460 €. Soweit höhere Kosten durch den Arbeitnehmer nachgewiesen werden, können diese angesetzt werden. Aus dem Umzug resultierende Unterrichtskosten können ab dem 01.03.2015 in Höhe von 1.841 € je Kind pauschal geltend gemacht werden.

Ein berufsbedingter Umzug setzt wiederum voraus, dass die berufliche Veranlassung des Wohnungswechsels eindeutig im Vordergrund steht. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn eine erhebliche Verkürzung der Wegezeiten für Hin- und Rückfahrt (1 Stunde) vorliegt. Eine berufliche Veranlassung des Umzugs ist allerdings auch anerkannt, wenn die arbeitstägliche Fahrtzeit zwar nicht um mindestens 1 Stunde verringert wird, jedoch die Arbeitsstätte künftig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß erreicht werden kann. Weitere Kriterien wie bspw. die Versetzung des Arbeitnehmers oder der Auszug aus einer Dienstwohnung weisen ebenfalls auf eine berufliche Veranlassung hin.

Soweit jedoch die Umzugskosten privat veranlasst sind und somit keine Werbungskosten vorliegen, können diese Aufwendungen als haushaltsnahe Dienstleistungen i.S.d. § 35a EStG berücksichtigt werden. Begünstigt sind allerdings nur die durch den privat bedingten Umzug entstandenen Arbeitskosten (z.B. für ein Umzugsunternehmen). Als Nachweis für die Inanspruchnahme der steuerlichen Vergünstigung sind eine Rechnung (z.B. des Umzugsunternehmens) sowie der damit in Zusammenhang stehende Zahlungseingang erforderlich.

Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass zwingend zwischen einem beruflichen bzw. privat bedingten Umzug zu unterscheiden ist, da im ersten Fall ein Werbungskostenabzug grundsätzlich möglich ist, während im zweiten Fall die Umzugskosten eingeschränkt als haushaltsnahe Dienstleistungen abzugsfähig sind. Da mit jedem Umzug unterschiedliche Aufwendungen ausgelöst werden können, ist die Sachlage von Fall zu Fall so unterschiedlich, dass wir eine einzelne Prüfung empfehlen.

A. Sabri Ergin von der ERGIN Finanzberatung AG:

sabri-ergin-ergin-finanzberatung_kleinReisekosten

Reisekosten nach § 7 BUKG sind zu gewähren:

  • zum Suchen und Besichtigen der neuen Wohnung. Abzugsfähig sind entweder zwei Reisen einer Person oder eine Reise von zwei Personen. Fahrtkosten können hierbei bis zur Höhe der billigsten Fahrkarte der allgemein niedrigsten Klasse eines regelmäßig verkehrenden Beförderungsmittels abgesetzt werden. Verpflegungs- und Übernachtungskosten werden wie bei Dienstreisen für höchstens zwei Reise- und zwei Aufenthaltstage erstattet;
  • zum Vorbereiten des Umzugs in der bisherigen Wohnung, wenn der Steuerpflichtige sich bereits seit längerer Zeit am neuen Wohnort aufhält.
    Zur Anerkennung der Aufwendungen.
  • für die Umzugsreise. Fahrt- und Verpflegungskosten werden wie bei Dienstreisen erstattet. Übernachtungskosten werden für den Tag des Ausladens des Umzugsgutes nur gewährt, wenn eine Übernachtung außerhalb der neuen Wohnung notwendig gewesen ist. Wie bei den Umzugskosten sind auch bei den Reisekosten die Regelungen in den LStR bezüglich des Betriebsausgabenabzugs sinngemäß anzuwenden. Für den Vorsteuerabzug aus den Reisekosten gelten die allgemeinen Grundsätze des § 15 abs. 1 Nr. 1 UStG.

Maklergebühren

Zu den als Betriebsausgaben/Werbungskosten abziehbaren Umzugskosten gehören auch Maklerkosten, die im Zusammenhang mit dem Anmieten einer angemessenen Wohnung am neuen Wohnort aufgewendet werden. Anders sind dagegen Maklerkosten zu beurteilen, die bei einem betrieblich veranlassten Umzug für den Erwerb eines selbst genutzten Hauses oder einer Eigentumswohnung anfallen. Diese Aufwendungen gehören ebenso wie Grundbuch- und Notariatskosten, Grunderwerbsteuer und andere Nebenkosten zu den Anschaffungskosten der Immobilie. Sie sind nicht als Betriebsausgaben zu berücksichtigen, auch wenn sie ohne den beruflich veranlassten Wechsel des Wohnorts nicht angefallen wären. Denn die Anschaffungskosten eines ausschließlich privat genutzten Vermögensgegenstandes fallen in den nicht steuerbaren Bereich und können sich demgemäß nicht auf die Einkünfteermittlung auswirken. Die gezahlte Maklercourtage ist auch nicht in der Höhe fiktiver Aufwendungen für die Vermittlung einer gleichwertigen Mietwohnung als Werbungskosten abziehbar. Die Maklergebühren für die Anmietung einer angemessenen Wohnung sind unternehmerisch bedingt. Da der Makler steuerpflichtige Umsätze tätigt, kann der Unternehmer unter den allgemeinen Voraussetzungen des § 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG den Vorsteuerabzug vornehmen.

Beförderungsauslagen

Beförderungsauslagen nach § 6 BUKG sind die erforderlichen Ausgaben für die Beförderung des Umzugsguts von der bisherigen zur neuen Wohnung. Zur Definition des Umzugsgutes siehe § 6 Abs. 3 BUKG. Unter den allgemeinen Voraussetzungen des § 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG ist der Unternehmer zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Beruflich veranlasste Umzugskosten

Kosten, die einem Arbeitnehmer durch einen beruflich veranlassten Wohnungswechsel entstehen, sind Werbungskosten. Umzugskosten eines Arbeitnehmers sind dann als Werbungskosten abziehbar, wenn feststeht, dass der Umzug nahezu ausschließlich beruflich veranlasst war und private Gründe keine oder nur eine ganz untergeordnete Rolle gespielt haben. Eine berufliche Veranlassung ist insbesondere dann gegeben, wenn der Umzug aus Anlass der erstmaligen Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit erfolgt oder die Folge eines Arbeitsplatzwechsels ist und die Zeitspanne für die täglichen Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte erheblich vermindert wird. Unter dieser Voraussetzung kann ein Umzug auch ohne Arbeitsplatzwechsel beruflich veranlasst sein.

Verlegen Ehegatten, die bisher am selben Ort gearbeitet hatten, den Wohnsitz, weil sie – privat motiviert – am Heimatort eines der Ehegatten ein Eigenheim errichtet haben, so kann der Ehegatte, der infolge der Wegverlegung des Wohnsitzes am neuen Wohnort eine Arbeitsstelle annimmt, die Umzugskosten ebenso wenig als Werbungskosten geltend machen wie der andere – nach wie vor an seiner bisherigen Arbeitsstelle tätige – Ehegatte seine Aufwendungen aus Anlass einer doppelten Haushaltsführung.

Keine berücksichtigungsfähigen Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben

Die berufliche Veranlassung eines Umzugs endet regelmäßig mit dem Einzug in die erste Wohnung am neuen Arbeitsort. Die Aufwendungen für die Einlagerung von Möbeln für die Zeit vom Bezug dieser Wohnung bis zur Fertigstellung eines Wohnhauses am oder in der Nähe vom neuen Arbeitsort gehören daher nicht zu den steuerlich zu berücksichtigenden Umzugskosten. Bei einem beruflich veranlassten Umzug sind Aufwendungen für die Ausstattung der neuen Wohnung nicht als Werbungskosten/Betriebsausgaben abziehbar. Aufwendungen aufgrund der Veräußerung eines Eigenheims anlässlich eines beruflich bedingten Umzugs sind keine Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben.

Nachweis der sonstigen Umzugsauslagen

Die Pauschvergütungen werden für alle sonstigen, nicht in den §§ 6 bis 9 BUKG genannten Umzugsauslagen gewährt. Der Arbeitnehmer kann zwischen diesen Pauschbeträgen und dem Ansatz der tatsächlichen sonstigen Umzugskosten wählen. Einzelheiten zur Berücksichtigung sonstiger Umzugskosten siehe Richter u.a., Reise- und Bewirtungskosten.

Die sonstigen Umzugskosten wie z.B.

  • Anzeigen in Zeitungen,
  • An- und Abbau der Fernsehantenne,
  • Fernsprechanschluss,
  • Ummeldung des Pkw,
  • Umschreibung Personalausweis,
  • Zeitungsinserate,
  • Ab- und Anbringen der Beleuchtungskörper (nicht Neuanschaffung),
  • Abnehmen bzw. Ändern von Gardinen (nicht Neuanschaffung),
  • Trinkgelder an Umzugspersonal

können auch im Einzelnen nachgewiesen werden. Dies ist jedoch nur dann erforderlich, wenn sie die Pauschbeträge übersteigen. Auch bei einem beruflich veranlassten Umzug können Aufwendungen für die Beseitigung von Mietschäden in der bisherigen Wohnung nicht als umzugsbedingte Werbungskosten abgezogen werden, wenn diese Kosten unabhängig vom berufsbedingten Umzug vom Steuerpflichtigen ohnehin hätten getragen werden müssen und nicht durch die vorzeitige Auflösung des Mietvertrages entstanden sind. Der Nachweis der Umzugskosten i.S.d. § 10 BUKG ist notwendig bei einem Umzug anlässlich der Begründung, Beendigung oder des Wechsels einer doppelten Haushaltsführung, weil dafür die Pauschalierung nicht gilt. Der Vorsteuerabzug aus den jeweiligen sonstigen Umzugsauslagen ist nur bei Einzelnachweis in einer ordnungsgemäßen Rechnung unter den weiteren Voraussetzungen des § 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG möglich. Bei Inanspruchnahme der Pauschalregelung ist kein Vorsteuerabzug möglich.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Experten bedanken, die uns bei diesem Artikel geholfen haben.

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Begrüßungsgeld für Studenten: Wo bekomme ich wie viel Geld? http://www.umziehen.net/magazin/begruessungsgeld-fuer-studenten/ http://www.umziehen.net/magazin/begruessungsgeld-fuer-studenten/#respond Mon, 20 Jul 2015 09:07:46 +0000 http://www.umziehen.net/?p=616 Zum Studienbeginn einen Bonus von der Stadt zu erhalten, ist für viele Studenten verlockend. Viele Gemeinden bieten ihren Studenten Einkaufsgutscheine, Fahrräder oder kostenlose Semestertickets. In welchen Orten Deutschlands man als Student wie viel Geld...

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Zum Studienbeginn einen Bonus von der Stadt zu erhalten, ist für viele Studenten verlockend. Viele Gemeinden bieten ihren Studenten Einkaufsgutscheine, Fahrräder oder kostenlose Semestertickets. In welchen Orten Deutschlands man als Student wie viel Geld erhält und wo man es beantragt, zeigt unsere Karte.

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Wieso gibt es ein Begrüßungsgeld für Studenten?

Insbesondere kurz nach dem Studienstart scheuen viele Studenten den Gang zum Einwohnermeldeamt. Erstsemester-Partys und der Besuch im Möbelhaus seines Vertrauens sind in dieser Zeit einfach wichtiger. Vielen Städten entsteht hierdurch jedoch ein Nachteil. Durch den Länderfinanzausgleich entgeht ihnen viel Geld, wenn sich Studenten nicht ummelden. Je mehr Einwohner eine Stadt hat, desto mehr Geld gibt es vom Bund. Deshalb wurde vor einigen Jahren das Begrüßungsgeld für Studenten eingeführt. Wer den Gang zum Einwohnermeldeamt antritt, wird mit einem Bonus belohnt. Die Städte erhoffen sich offenbar so Studenten anzulocken, die sich sonst gar nicht erst umgemeldet hätten.

 

Wer kann ein Begrüßungsgeld erhalten?

Die Voraussetzungen im Überblick:

  • Du darfst in der jeweiligen Stadt nicht bereits deinen Erstwohnsitz haben.
  • Es ist wichtig sich rechtzeitig nach dem Umzug umzumelden. Die Fristen sind ja nach Stadt unterschiedlich.
  • Natürlich muss die Stadt, in die du ziehst, überhaupt ein Begrüßungsgeld anbieten. Das ist längst nicht überall der Fall. Alle notwendigen Informationen findest du auf unserer Karte
  • Wurden alle diese Voraussetzungen erfüllt, steht einem netten, kleinen Taschengeld nichts mehr im Wege. Neben Vergünstigungen und Gutscheinen gibt es auch Einmalzahlungen von bis zu 500€ oder Mehrfachzahlungen von bis zu 100€ je Semester.

Welches Studienangebot bieten die Städte?

War eine Stadt dabei, die durch das Begrüßungsgeld attraktiv geworden ist? Weiterführende Informationen, was Studenten alles bei einem Umzug beachten müssen findest du auch hier. Sicherlich ist nun auch das Studienangebot in den Städten, die dein Interesse geweckt haben, wichtig. Die Studienangebote unterscheiden sich von Stadt zu Stadt und Hochschule zu Hochschule stark voneinander. Auch die Studiengebühren und die Dauer des Studiums sind nicht in allen Bundesländern gleich. Die Wahl für den passenden Studienplatz sollte daher gut überlegt sein.

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Blogger Gewinnspiel: „Upcycling“ – Aus alt mach neu http://www.umziehen.net/magazin/blogger-gewinnspiel-aus-alt-mach-neu/ http://www.umziehen.net/magazin/blogger-gewinnspiel-aus-alt-mach-neu/#comments Thu, 09 Jul 2015 20:18:31 +0000 http://www.umziehen.net/?p=569 Die Gewinner! Vor einigen Wochen hatten wir euch im Rahmen unseres Upcycling-Gewinnspiels dazu aufgerufen aus alten, scheinbar nutzlosen, Gegenständen neue Wohn-Unikate zu schaffen. Wir haben uns sehr über eure vielen kreativen Beiträge gefreut. Nun...

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Die Gewinner!

Vor einigen Wochen hatten wir euch im Rahmen unseres Upcycling-Gewinnspiels dazu aufgerufen aus alten, scheinbar nutzlosen, Gegenständen neue Wohn-Unikate zu schaffen. Wir haben uns sehr über eure vielen kreativen Beiträge gefreut.

Nun ist endlich der spannende Moment gekommen! Wir haben die Gewinner ermittelt!

1. Kerstin mit ihrem DIY-Sandkasten aus einem alten Bett

2. Loredana mit ihrem Servierwagen aus alten Obstkisten

3. Moni und Steffi mit ihrem DIY-Büchterturm

Herzlichen Glückwunsch!

Wir werden euch per E-Mail kontaktieren, damit ihr eure Gewinne entgegennehmen könnt. Bei allen Teilnehmern möchten wir uns noch einmal recht herzlich bedanken.


Viele haben es schon einmal erlebt: Ein Umzug steht an. Zwischen Hektik und endlosen Umzugskisten malt man sich die neue Wohnung in den schönsten Farben aus. Neue Möbel, eine farblich abgestimmte Dekoration, strahlende Wandfarben – raus mit dem Alten, rein mit dem Neuen. Doch in der Realität sieht das oft ganz anders aus.

Wir, von Umziehen.net, wissen wie teuer ein Umzug sein kann und welche versteckten Kosten das Budget schmälern. Oft bleibt kein Geld mehr für neueMöbel oder den neuesten Deko-Ideen und man bleibt an den „abgeliebten“ Stücken aus der alten Wohnung hängen.

Doch diese Stücke müssen nicht immer langweilig sein, wie der „Upcycling“-Trend zeigt. Mit nur wenigen Handgriffen und Materialien kann man aus alten, scheinbar nutzlosen Dingen wahre Wohn-Unikate schaffen. Dies können redesignte Möbelstücke, umfunktionierte Kleidungsstücke oder neuinterpretierter Papiermüll sein – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ihr möchtet eure Leser inspirieren und zeigen, wie ihr aus den unmöglichsten Dingen neue Möglichkeiten schafft und dabei noch etwas gewinnen? Dann macht mit bei unserem „Upcycling“ Gewinnspiel!

Teacup

“DIY Teacup Garden with Book Shelf” von Stacie.

Teacup Candle

“Black Cherry Teacup Candle” von Marcie.

DIY

„DIY Suitcase Table” von Stacie.

So seid ihr dabei:

  1. Lasst euch inspirieren. Welche Möbel habt ihr zu Hause, die ein Makeover verdient hätten? Aus welchen Dingen, die schon ewig bei euch herumliegen, könnt ihr etwas Neues zaubern?
  2. Lebt euch kreativ aus und lasst die Welt daran teilhaben. Veröffentlicht ein Tutorial auf eurem Blog.
  3. Kommentiert bis zum 18. August 2015 / 0:00 Uhr diesen Beitrag mit einem Link zu eurem “Upcycling”-Post.supercraft

Als Hauptpreis verlosen wir unter allen Teilnehmern ein Supercraft 6er Abo und einen „Amazon“-Gutschein im Wert von 100 Euro. Der zweite Platz wird mit einem Supercraft 6er Abo und einem 50 Euro Gutschein von „Amazon“ belohnt. Der Drittplatzierte erhält ein einmaliges Supercraft Kit und einen „Amazon“-Gutschein im Wert von 20 Euro.

Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Mit der Abgabe des Kommentars erklärt ihr euch mit den untenstehenden Teilnahmebedingungen einverstanden.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Kreativsein und freuen uns auf viele tolle Beiträge!

Teilnahmebedingungen:

  1. Teilnehmen darf jeder, der volljährig ist (Mindestalter: 18 Jahre) und seinen Wohnsitz in Deutschland, der Schweiz oder Österreich hat. Alle Mitarbeiter der T&E Net Services GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
  2. Der Teilnehmer nimmt automatisch am Gewinnspiel teil, indem er einen Blogpost auf seiner Webseite veröffentlicht und uns im Anschluss unter diesen Beitrag einen kurzen Kommentar auf der Seite http://www.umziehen.net/magazin/blogger-gewinnspiel-aus-alt-mach-neu/ hinterlässt. Einsendeschluss ist der 18.08.2015. Die Gewinner werden am 21.08.2015 auf Umziehen.net bekannt gegeben.
  3. Texte und Bilder mit rassistischen, pornografischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten sind verboten.
  4. Der/Die Teilnehmer/in versichert, dass er/sie der/die alleinige Eigentümer/in und Inhaber/in des eingesendeten Materials ist.
  5. Unter allen Teilnehmern werden drei Gewinne im Wert von 504,35 Euro ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Schimmelbefall in der Wohnung – was tun? http://www.umziehen.net/magazin/schimmelbefall-in-der-wohnung-was-tun/ http://www.umziehen.net/magazin/schimmelbefall-in-der-wohnung-was-tun/#respond Thu, 25 Jun 2015 13:42:12 +0000 http://www.umziehen.net/?p=274 Schimmelbefall in der eigenen Wohnung ist eine wirklich unangenehme Angelegenheit. Er sieht eklig aus, riecht schlecht und kann außerdem gesundheitsschädigend sein. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Mietern und Vermietern, wer für die...

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Schimmelbefall in der eigenen Wohnung ist eine wirklich unangenehme Angelegenheit. Er sieht eklig aus, riecht schlecht und kann außerdem gesundheitsschädigend sein. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Mietern und Vermietern, wer für die Beseitigung der Plage aufkommen muss. Was Schimmel überhaupt ist und wie Sie bei akutem Befall in der Wohnung vorgehen sollten, erfahren Sie hier.

Was ist Schimmel und wie entsteht er?

Unter den Sammelbegriff „Schimmelpilz“ fallen mehr als 100 Arten, die in Innenräumen vorkommen können. Es handelt sich dabei um Pilze, die sich über Sporen vermehren und ein dichtes Geflecht an Pilzfäden ausbilden können, den sichtbaren „Schimmel“. Die Sporen selbst sind unsichtbar und können sich leicht über große Distanzen verteilen. In Verbindung mit Feuchtigkeit beginnen sie zu keimen und entwickeln weitere Pilzgeflechte.

Besonders im Winter gibt es eine erhöhte Schimmelgefahr: Mangelndes Lüften aufgrund der Kälte führt dazu, dass die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung stark ansteigt und damit ein optimales Umfeld für Schimmelpilze entsteht. Bei gut gedämmten Wohnungen kann die Feuchtigkeit nicht entweichen und bildet Kondenswasser an Dichtungen von Fenstern und Türen, hier bildet sich besonders schnell Schimmel.

Ist Schimmel schädlich?

Nicht alle Schimmelarten sind gesundheitsschädigend. Manche Arten können jedoch Allergien, Atemwegserkrankungen, Haut- und Schleimhautreaktionen auslösen. Um welchen Typus es sich handelt, lässt sich mit bloßem Auge nicht erkennen. Dafür müssen Proben im Labor untersucht werden.

Was sie selbst tun können

Entdecken Sie Schimmel in ihrer Wohnung, sollten Sie ihn schnellstmöglich entfernen. Tun Sie das nicht, breitet er sich nur weiter aus und verschlimmert das Problem. Schimmel auf geschlossenen und glatten Oberflächen wie Glas, Metall oder Keramik können Sie problemlos mit Wasser abwaschen. Schwieriger sind poröse und offene Oberflächen wie unbehandeltes Holz, hier kann der Schimmel leicht einziehen und sich unter der Oberfläche ausbreiten. Spätestens dann sollten Sie einen Experten einschalten. Gleiches gilt, wenn Sie Schimmel an der Tapete oder in Holzvertäfelungen entdecken. Der sichtbare Schimmel macht nur den kleinsten Teil des Befalls aus, wesentlich größer ist das Geflecht aus unsichtbaren Sporen, das den Schimmel hervorbringt. Auch wenn Sie den sichtbaren Schimmel abwaschen, ist das Sporennetz damit nicht beseitigt und kann immer wieder auftreten.

Vermieter kontaktieren

Entdecken Sie Schimmelbefall in Ihrer Mietwohnung, sollten Sie umgehend den Vermieter schriftlich kontaktieren und ihm eine Frist zur Beseitigung des Schimmels setzen. Schimmelbefall gilt als Wohnungsmangel, und Sie haben die gesetzliche Pflicht, einen solchen Ihrem Vermieter unverzüglich mitzuteilen. Unterlassen Sie das, können Sie im Fall von Folgeschäden selbst schadensersatzpflichtig werden.

Ein Wohnungsmangel berechtigt einen Mieter zwar grundsätzlich zu einer Mietminderung, Sie sollten jedoch vorsichtig mit diesem Rechtsmittel umgehen. Sollte sich herausstellen, dass Sie die Verantwortung für die Schimmelbildung tragen, kann Ihnen der Vermieter bei einem Rückstand von zwei Monatsmieten fristlos kündigen.

Wer trägt die Kosten?

Bei Schimmelbefall kommt schnell Frage auf, wer dafür verantwortlich ist und dementsprechend die Kosten dafür zu tragen hat. Ein beliebtes Argument der Vermieter ist der Vorwurf, Mieter würden nicht ausreichend Lüften und Heizen. Mieter hingegen verweisen oft auf bauliche Mängel als Ursache. Können sich beide Parteien nicht einigen, sollten sie einen unabhängigen Gutachter einschalten, der die Ursachen für den Schimmelbefall klärt. Klären Sie vorab, wer die Kosten für das Gutachten trägt, um Konflikten vorzubeugen. Kann auch das Gutachten keine Einigung erzielen, bleibt nur der Gang vors Gericht. Dieses wird dann selbst eine Gutachter-Auswahl vornehmen und auf dessen Grundlage entscheiden. Beachten Sie, dass Sie im Falle einer Niederlage auch die Gerichtskosten zu tragen haben – ein solcher Schritt empfiehlt sich nur, wenn Sie eine ausreichend gute Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben.

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Erbschaftssteuer – Was gibt es neues? http://www.umziehen.net/magazin/erbschaftssteuer-was-gibt-es-neues/ http://www.umziehen.net/magazin/erbschaftssteuer-was-gibt-es-neues/#respond Mon, 22 Jun 2015 13:56:12 +0000 http://www.umziehen.net/?p=224 Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist klar: Bei der Erbschaftssteuer stehen Änderungen bevor. Die neue Regelung wird vermutlich deutlich restriktiver ausfallen, weshalb viele gut beraten sind, das bestehende Gesetz noch zu nutzen. Mit dem...

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Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist klar: Bei der Erbschaftssteuer stehen Änderungen bevor. Die neue Regelung wird vermutlich deutlich restriktiver ausfallen, weshalb viele gut beraten sind, das bestehende Gesetz noch zu nutzen.

Mit dem Urteil von Dezember 2014 zur ungleichen Besteuerung von Privat- und Firmenerben hat das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber aufgefordert, bis 30. Juni 2016 das Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht zu reformieren. Das betrifft vor allem Erben von Firmen und Unternehmenseigentum. Die Regierung könnte die Vorgabe jedoch auch nutzen, um das Erbschaftsrecht grundlegend zu verändern, was viele Immobilienbesitzer aufhorchen lässt. Welche steuerlichen Vorteile die aktuelle Gesetzeslage für Immobilienerben birgt, haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Erben oder Schenken?

Es gibt verschiedene Wege, sein Immobilien-Eigentum anderen zu vermachen. Die gängigsten sind vererben und verschenken, die jeweils eigene Auflagen haben. Beim Vererben empfiehlt es sich, alle Wünsche zur Aufteilung in einem notariell beglaubigten Testament festzuhalten. Fehlt dieses, müssen die Erben die Aufteilung unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben selbst vornehmen, was oft zu Streit und Missgunst führt. Besonders unverheiratete Lebenspartner sind hier im Nachteil: Fehlt ein Testament, in dem sie begünstigt werden, steht ihnen laut Gesetz gar nichts zu.

Neben dem Erben gibt es auch die Schenkung als Modell der Eigentumsübertragung. Hier überträgt der Schenkende noch vor seinem Ableben einen Teil seines Vermögens an seine Begünstigten. Dies bringt einen entscheidenden Vorteile mit sich: Schenkungen sind alle 10 Jahre möglich, das heißt der Freibetrag (mehr dazu unten) kann ebenfalls alle 10 Jahre genutzt werden.

Erbschaftssteuer

Beim Vererben werden Steuern fällig, die sogenannte Erbschaftssteuer. Die Höhe der Erbschaftssteuer bemisst sich unter anderem am Verwandtschaftsgrad, anhand dessen eine Zuordnung zu verschiedenen Steuerklassen erfolgt. Ehegatten und Kinder gehören zur Steuerklasse I, Geschwister, Nichten, Neffen und Stiefeltern zur Steuerklasse II, alle entfernteren Verwandten aber auch Bekannte zu Steuerklasse III. In der Steuerklasse I beträgt die Erbschaftssteuer zwischen 7 und 30%, in der II. bis zu 43% und in der III. bis zu 50%. Die Steuer wird jedoch erst ab einem bestimmten Freibetrag fällig, der sich ebenfalls nach dem Verwandtschaftsgrad bemisst.

Hohe Freibeträge nutzen

Möchten Sie Ihre Immobilie ohne große Steuerabgaben weitergeben, sollten Sie die Freibeträge nutzen. Diese belaufen sich für Eheleute auf 500.000 Euro, für Kinder auf 400.000 Euro. Enkel sind ebenfalls steuerfrei bis 400.000 Euro, sofern ihre Eltern noch leben sind es 200.000 Euro. Damit sind diese Personengruppen deutlich im Vorteil zu allen anderen potenziellen Erben: Unverheiratete Partner haben lediglich 20.000 Euro Freibetrag, gleiches gilt für indirekte Verwandte. Diese Freibeträge haben vor allem bei Schenkungen erheblichen Einfluss, da sie alle 10 Jahre möglich sind. Das bedeutet, dass alle 10 Jahre Schenkungen bis zum Freibetrag steuerfrei getätigt werden können.

Nießbrauch als Sicherheit

Auch bei Schenkungen müssen die Gönner nicht befürchten, nach der Übertragung auf der Straße zu sitzen. Im Grundbuch eingetragene Nießbrauch-Regelungen erlauben es, geschenkte Immobilien bis zum Lebensende selbst zu nutzen oder im Falle von Vermietungen die Mieteinnahmen zu beziehen. Der Nießbrauch schützt somit die Gönner vor undankbaren Erben und verleiht Ihnen trotz der Schenkung weiterhin gewisse Rechte zur Verfügung ihres Eigentums.

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Immobilienblase – Ist die Angst berechtigt? http://www.umziehen.net/magazin/immobilienblase-ist-die-angst-berechtigt/ http://www.umziehen.net/magazin/immobilienblase-ist-die-angst-berechtigt/#respond Wed, 17 Jun 2015 13:23:36 +0000 http://www.umziehen.net/?p=221 Die Angst vor einer Immobilienblase geht schon länger um in Deutschland, spätestens seit Bundesbank-Chef Jens Weidmann Ende Januar öffentlich davor warnte. Nachdem selbst Staatsanleihen sich als riskant erwiesen haben, investieren immer mehr Anleger in...

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Die Angst vor einer Immobilienblase geht schon länger um in Deutschland, spätestens seit Bundesbank-Chef Jens Weidmann Ende Januar öffentlich davor warnte. Nachdem selbst Staatsanleihen sich als riskant erwiesen haben, investieren immer mehr Anleger in deutsche Immobilien und verändern den Markt dramatisch.

Auf der Suche nach stabilen Anlagemöglichkeiten gilt der deutsche Immobilienmarkt als sicherer Hafen, der neben geringem Risiko auch steigende Renditen verspricht. So nahmen die durchschnittlichen Angebotspreise für Neubauwohnungen in Hamburger Zentrallagen von 2010 bis 2014 um 40 Prozent zu; in Berlin erhöhten sich die Preise für Eigentumswohnungen von 2008 bis 2013 um 35 Prozent.

Kapitalschwemme durch Niedrigzinsen

Die Zahlen klingen alarmierend, viele fürchten ein Platzen der Immobilienblase. „Der deutsche Immobilienmarkt ist in allen Bereichen ziemlich heiß gelaufen“, sagt etwa Oliver Beyer, Partner bei der Kanzlei Simmons & Simmons, der Firmen und Fonds bei komplexen Transaktionen berät. „Es ist extrem viel Geld im Markt, Investoren kaufen sehr teuer ein und die Banken finanzieren inzwischen zu teilweise aggressiven Konditionen.“

Die Angst vor einer Immobilienblase versucht Thomas Zinnöcker, Vorstand beim Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA), einem der großen Interessenverbände der Branche, zu entkräften:„Deutschland hat keine Immobilienblase, sondern einen klar zu fokussierenden Nachfrageüberhang vor allem in beliebten Großstädten.“

Starke Nachfrage trotz hoher Preise

Die Nachfrage nach Eigenheimen vor allem in Ballungsräumen ist trotz steigender Preise ungebrochen. Im Immobilien-Trendbarometer der Beratungsgesellschaft Ernst & Young gaben 96 Prozent der ausländischen Immobilieninvestoren an, Deutschland auch im Jahr 2015 für einen attraktiven oder sogar sehr attraktiven Standort für Investitionen zu halten. Laut dem Bericht betrug 2014 das Transaktionsvolumen für Immobilieninvestitionen 52,7 Milliarden Euro.

Die enorme Nachfrage kommt jedoch nicht nur von den großen Investoren. Die Dauerniedrigzinsen der EZB machen es so attraktiv wie nie, große Kredite aufzunehmen. Dadurch können sich auch Kleinsparer Wohnungseigentum leisten, das für sie ohne diese Niedrigzins-Kredite unerschwinglich wäre.

Eine hohe Nachfrage bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine sogenannte Blase entstehen muss. Von einer solchen spricht man, wenn die Preise für Immobilien stark überwertet sind und es deshalb innerhalb von kurzer Zeit zu massenhaften Verkäufen kommt. Diese massiven Verkäufe können zu einer Art Panik führen, die einen extremen Preisverfall zur Folge haben kann – dem „Platzen der Blase“. Ob es in Deutschland tatsächlich eine Immobilienblase gibt oder nicht, ist umstritten – der starke Preisanstieg gibt jedoch Anlass zur Sorge.

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Besteller-Prinzip tritt in Kraft – was ändert sich? http://www.umziehen.net/magazin/besteller-prinzip-tritt-in-kraft-was-aendert-sich/ http://www.umziehen.net/magazin/besteller-prinzip-tritt-in-kraft-was-aendert-sich/#respond Tue, 16 Jun 2015 13:06:04 +0000 http://www.umziehen.net/?p=218 Am 1. Juni ist das sogenannte Besteller-Prinzip in Kraft getreten. Das neue Gesetz schreibt vor, dass derjenige, der den Makler beauftragt, auch dessen Provision bezahlen muss. Bisher mussten die Mieter auch dann Makler bezahlen,...

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Am 1. Juni ist das sogenannte Besteller-Prinzip in Kraft getreten. Das neue Gesetz schreibt vor, dass derjenige, der den Makler beauftragt, auch dessen Provision bezahlen muss. Bisher mussten die Mieter auch dann Makler bezahlen, wenn sie ihn nicht bestellt hatten. Welche Änderungen das Besteller-Prinzip mit sich bringt, erklären wir hier.

Wer beauftragt, zahlt

Mit dem neuen Gesetz wird nahezu ausgeschlossen, dass Mieter die Makler-Courtage übernehmen müssen. Das Besteller-Prinzip gilt auch dann, wenn der Mietinteressent vorab über die Courtage informiert war und sich bereiterklärt hat, diese zu bezahlen. Mit dieser Regelung sollen Schlupflöcher verhindert werden. Die neue Bestimmung geht soweit, dass der Makler von Mietern auch dann keine Provision verlangen darf, wenn er ihnen eine Wohnung aus seinem Portfolio anbietet. Nur wenn der Makler aufgrund der schriftlichen Beauftragung durch den Mietern nach neuen Wohnungen sucht, gilt der potenzielle Mieter als Auftraggeber. Ist eine Wohnung bereits im Bestand des Maklers aufgenommen, muss er dafür die Zustimmung des Vermieters eingeholt haben – diese Zustimmung wird als Beauftragung seitens des Vermieters gewertet. Bei Missachtung der Regelung droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro für Makler. Die Gesetzesnovelle betrifft nur Mietwohnungen, Eigentumswohnungen sind nach wie vor ausgenommen.

Makler verärgert

Wenig überraschend reagiert der Immobilienverband IVD, der die Maklerseite vertritt: Er spricht von einem „vermieterfeindlichen Gesetz“, das sowohl Vermietern als auch Mietern schade. Auf Vermieter kämen „mehrere hundert Millionen Euro Mehrbelastung“ zu, da sie allein die Kosten für eine Vermittlung zu tragen hätten. Vermieter wiederum hätten aufgrund der Bestimmungen kaum eine Möglichkeit mehr, einen Makler mit der Suche nach einer Wohnung zu beauftragen. Laut einer Umfrage von Immowelt.de glauben 69% der befragten Makler, dass sich das Gesetz negativ auf ihr Unternehmen auswirken werde. Branchenkenner gehen davon aus, dass sich der Wohnungsmarkt noch stärker als bisher ins Internet verlagern wird, wo sich Mieter und Vermieter direkt und ohne den Zwischenschritt Makler austauschen werden.

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Mietpreisbremse tritt in Berlin ab 1. Juni in Kraft http://www.umziehen.net/magazin/mietpreisbremse-tritt-in-berlin-ab-1-juni-in-kraft/ http://www.umziehen.net/magazin/mietpreisbremse-tritt-in-berlin-ab-1-juni-in-kraft/#respond Sun, 31 May 2015 15:00:09 +0000 http://www.umziehen.net/?p=33 Berliner Mieter dürfen sich freuen: Ab 1. Juni 2015 gilt in der gesamten Hauptstadt die Mietpreisbremse, die den rasanten Anstieg des Mietpreisniveaus verlangsamen soll. Laut dem Gesetz darf die Miete bei Wiedervermietungen maximal zehn Prozent über...

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Berliner Mieter dürfen sich freuen: Ab 1. Juni 2015 gilt in der gesamten Hauptstadt die Mietpreisbremse, die den rasanten Anstieg des Mietpreisniveaus verlangsamen soll. Laut dem Gesetz darf die Miete bei Wiedervermietungen maximal zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen, Bemessungsgrundlage sind die örtlichen Mietspiegel.

Berlin ist damit das erste Bundesland, das von der neuen Regelung Gebrauch macht. Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) sieht großes Potenzial in der Mietpreisbremse: „Das neue Preisinstrument ist das wirksamste, das wir haben. Damit schreiben wir Rechtsgeschichte. Wir haben damit etwas in der Hand gegen Angebotsmieten, die mit Aufschlägen von bis zu 50 Prozent die großen Preistreiber sind.“

Voraussetzung für die Einführung der Mietpreisbremse ist die Ausweisung Berlins zu einem Gebiet mit einem „angespannten Wohnungsmarkt“, in dem die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist. Die Mietpreisbremse gilt ab 1. Juni für 5 Jahre, für eine Verlängerung muss erneut ein Versorgungsengpass nachgewiesen werden.

Kritik an Ausnahmeregelungen

Ausgenommen von der Regelung sind Vermietungen von Neubauwohnungen, die ab 1. Oktober 2014 erstmalig bezugsfertig werden, und die erste Wiedervermietung nach umfassender Modernisierung. Auch dürfen vom Vormieter gezahlte höhere Mieten mit dem neuen Mieter
vereinbart werden. Kritik an diesen Ausnahmen übt Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins (BMV): “Die Wirkung der Mietpreisbremse wird massiv beeinträchtigt durch die zahlreichen Ausnahmeregelungen.”

Eine weitere Änderung gibt es bei der Maklergebühr: Hier gilt ebenfalls ab 1. Juni das Prinzip „Wer bestellt, bezahlt.“ Die Makler-Courtage müssen nun nicht mehr die Mieter, sondern die Auftraggeber des Maklers übernehmen. Diese Regelung soll einen gerechten Ausgleich zwischen
den Interessen von Vermietern und Mietern schaffen.

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