Immobilienmarkt – Umziehen.net http://www.umziehen.net Informationen rund um den Umzug Sat, 21 Nov 2015 15:33:48 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.4.3 Immobilienblase – Ist die Angst berechtigt? http://www.umziehen.net/magazin/immobilienblase-ist-die-angst-berechtigt/ http://www.umziehen.net/magazin/immobilienblase-ist-die-angst-berechtigt/#respond Wed, 17 Jun 2015 13:23:36 +0000 http://www.umziehen.net/?p=221 Die Angst vor einer Immobilienblase geht schon länger um in Deutschland, spätestens seit Bundesbank-Chef Jens Weidmann Ende Januar öffentlich davor warnte. Nachdem selbst Staatsanleihen sich als riskant erwiesen haben, investieren immer mehr Anleger in...

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Die Angst vor einer Immobilienblase geht schon länger um in Deutschland, spätestens seit Bundesbank-Chef Jens Weidmann Ende Januar öffentlich davor warnte. Nachdem selbst Staatsanleihen sich als riskant erwiesen haben, investieren immer mehr Anleger in deutsche Immobilien und verändern den Markt dramatisch.

Auf der Suche nach stabilen Anlagemöglichkeiten gilt der deutsche Immobilienmarkt als sicherer Hafen, der neben geringem Risiko auch steigende Renditen verspricht. So nahmen die durchschnittlichen Angebotspreise für Neubauwohnungen in Hamburger Zentrallagen von 2010 bis 2014 um 40 Prozent zu; in Berlin erhöhten sich die Preise für Eigentumswohnungen von 2008 bis 2013 um 35 Prozent.

Kapitalschwemme durch Niedrigzinsen

Die Zahlen klingen alarmierend, viele fürchten ein Platzen der Immobilienblase. „Der deutsche Immobilienmarkt ist in allen Bereichen ziemlich heiß gelaufen“, sagt etwa Oliver Beyer, Partner bei der Kanzlei Simmons & Simmons, der Firmen und Fonds bei komplexen Transaktionen berät. „Es ist extrem viel Geld im Markt, Investoren kaufen sehr teuer ein und die Banken finanzieren inzwischen zu teilweise aggressiven Konditionen.“

Die Angst vor einer Immobilienblase versucht Thomas Zinnöcker, Vorstand beim Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA), einem der großen Interessenverbände der Branche, zu entkräften:„Deutschland hat keine Immobilienblase, sondern einen klar zu fokussierenden Nachfrageüberhang vor allem in beliebten Großstädten.“

Starke Nachfrage trotz hoher Preise

Die Nachfrage nach Eigenheimen vor allem in Ballungsräumen ist trotz steigender Preise ungebrochen. Im Immobilien-Trendbarometer der Beratungsgesellschaft Ernst & Young gaben 96 Prozent der ausländischen Immobilieninvestoren an, Deutschland auch im Jahr 2015 für einen attraktiven oder sogar sehr attraktiven Standort für Investitionen zu halten. Laut dem Bericht betrug 2014 das Transaktionsvolumen für Immobilieninvestitionen 52,7 Milliarden Euro.

Die enorme Nachfrage kommt jedoch nicht nur von den großen Investoren. Die Dauerniedrigzinsen der EZB machen es so attraktiv wie nie, große Kredite aufzunehmen. Dadurch können sich auch Kleinsparer Wohnungseigentum leisten, das für sie ohne diese Niedrigzins-Kredite unerschwinglich wäre.

Eine hohe Nachfrage bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine sogenannte Blase entstehen muss. Von einer solchen spricht man, wenn die Preise für Immobilien stark überwertet sind und es deshalb innerhalb von kurzer Zeit zu massenhaften Verkäufen kommt. Diese massiven Verkäufe können zu einer Art Panik führen, die einen extremen Preisverfall zur Folge haben kann – dem „Platzen der Blase“. Ob es in Deutschland tatsächlich eine Immobilienblase gibt oder nicht, ist umstritten – der starke Preisanstieg gibt jedoch Anlass zur Sorge.

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Besteller-Prinzip tritt in Kraft – was ändert sich? http://www.umziehen.net/magazin/besteller-prinzip-tritt-in-kraft-was-aendert-sich/ http://www.umziehen.net/magazin/besteller-prinzip-tritt-in-kraft-was-aendert-sich/#respond Tue, 16 Jun 2015 13:06:04 +0000 http://www.umziehen.net/?p=218 Am 1. Juni ist das sogenannte Besteller-Prinzip in Kraft getreten. Das neue Gesetz schreibt vor, dass derjenige, der den Makler beauftragt, auch dessen Provision bezahlen muss. Bisher mussten die Mieter auch dann Makler bezahlen,...

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Am 1. Juni ist das sogenannte Besteller-Prinzip in Kraft getreten. Das neue Gesetz schreibt vor, dass derjenige, der den Makler beauftragt, auch dessen Provision bezahlen muss. Bisher mussten die Mieter auch dann Makler bezahlen, wenn sie ihn nicht bestellt hatten. Welche Änderungen das Besteller-Prinzip mit sich bringt, erklären wir hier.

Wer beauftragt, zahlt

Mit dem neuen Gesetz wird nahezu ausgeschlossen, dass Mieter die Makler-Courtage übernehmen müssen. Das Besteller-Prinzip gilt auch dann, wenn der Mietinteressent vorab über die Courtage informiert war und sich bereiterklärt hat, diese zu bezahlen. Mit dieser Regelung sollen Schlupflöcher verhindert werden. Die neue Bestimmung geht soweit, dass der Makler von Mietern auch dann keine Provision verlangen darf, wenn er ihnen eine Wohnung aus seinem Portfolio anbietet. Nur wenn der Makler aufgrund der schriftlichen Beauftragung durch den Mietern nach neuen Wohnungen sucht, gilt der potenzielle Mieter als Auftraggeber. Ist eine Wohnung bereits im Bestand des Maklers aufgenommen, muss er dafür die Zustimmung des Vermieters eingeholt haben – diese Zustimmung wird als Beauftragung seitens des Vermieters gewertet. Bei Missachtung der Regelung droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro für Makler. Die Gesetzesnovelle betrifft nur Mietwohnungen, Eigentumswohnungen sind nach wie vor ausgenommen.

Makler verärgert

Wenig überraschend reagiert der Immobilienverband IVD, der die Maklerseite vertritt: Er spricht von einem „vermieterfeindlichen Gesetz“, das sowohl Vermietern als auch Mietern schade. Auf Vermieter kämen „mehrere hundert Millionen Euro Mehrbelastung“ zu, da sie allein die Kosten für eine Vermittlung zu tragen hätten. Vermieter wiederum hätten aufgrund der Bestimmungen kaum eine Möglichkeit mehr, einen Makler mit der Suche nach einer Wohnung zu beauftragen. Laut einer Umfrage von Immowelt.de glauben 69% der befragten Makler, dass sich das Gesetz negativ auf ihr Unternehmen auswirken werde. Branchenkenner gehen davon aus, dass sich der Wohnungsmarkt noch stärker als bisher ins Internet verlagern wird, wo sich Mieter und Vermieter direkt und ohne den Zwischenschritt Makler austauschen werden.

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Mietpreisbremse tritt in Berlin ab 1. Juni in Kraft http://www.umziehen.net/magazin/mietpreisbremse-tritt-in-berlin-ab-1-juni-in-kraft/ http://www.umziehen.net/magazin/mietpreisbremse-tritt-in-berlin-ab-1-juni-in-kraft/#respond Sun, 31 May 2015 15:00:09 +0000 http://www.umziehen.net/?p=33 Berliner Mieter dürfen sich freuen: Ab 1. Juni 2015 gilt in der gesamten Hauptstadt die Mietpreisbremse, die den rasanten Anstieg des Mietpreisniveaus verlangsamen soll. Laut dem Gesetz darf die Miete bei Wiedervermietungen maximal zehn Prozent über...

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Berliner Mieter dürfen sich freuen: Ab 1. Juni 2015 gilt in der gesamten Hauptstadt die Mietpreisbremse, die den rasanten Anstieg des Mietpreisniveaus verlangsamen soll. Laut dem Gesetz darf die Miete bei Wiedervermietungen maximal zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen, Bemessungsgrundlage sind die örtlichen Mietspiegel.

Berlin ist damit das erste Bundesland, das von der neuen Regelung Gebrauch macht. Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) sieht großes Potenzial in der Mietpreisbremse: „Das neue Preisinstrument ist das wirksamste, das wir haben. Damit schreiben wir Rechtsgeschichte. Wir haben damit etwas in der Hand gegen Angebotsmieten, die mit Aufschlägen von bis zu 50 Prozent die großen Preistreiber sind.“

Voraussetzung für die Einführung der Mietpreisbremse ist die Ausweisung Berlins zu einem Gebiet mit einem „angespannten Wohnungsmarkt“, in dem die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist. Die Mietpreisbremse gilt ab 1. Juni für 5 Jahre, für eine Verlängerung muss erneut ein Versorgungsengpass nachgewiesen werden.

Kritik an Ausnahmeregelungen

Ausgenommen von der Regelung sind Vermietungen von Neubauwohnungen, die ab 1. Oktober 2014 erstmalig bezugsfertig werden, und die erste Wiedervermietung nach umfassender Modernisierung. Auch dürfen vom Vormieter gezahlte höhere Mieten mit dem neuen Mieter
vereinbart werden. Kritik an diesen Ausnahmen übt Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins (BMV): “Die Wirkung der Mietpreisbremse wird massiv beeinträchtigt durch die zahlreichen Ausnahmeregelungen.”

Eine weitere Änderung gibt es bei der Maklergebühr: Hier gilt ebenfalls ab 1. Juni das Prinzip „Wer bestellt, bezahlt.“ Die Makler-Courtage müssen nun nicht mehr die Mieter, sondern die Auftraggeber des Maklers übernehmen. Diese Regelung soll einen gerechten Ausgleich zwischen
den Interessen von Vermietern und Mietern schaffen.

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